Ronda

Lausen, 19. November 2014

Swissness 2017 / 2019

Herzlich willkommen zum Newsletter

In der Schweiz sind die Vorbereitungen zum Einführen des neuen Swissness Gesetzes in vollem Gange. Nach heutigem Stand tritt die erste Änderung bereits Januar 2017 in Kraft. Das Absichern der Beschaffung von Gehäusen, Zifferblättern und Zeigern in der Schweiz hat deshalb für alle Uhrenhersteller höchste Priorität.

Wir hoffen, Ihnen mit unserem Newsletter etwas mehr Transparenz zu verschaffen!

Erich Mosset – CEO     
Patrick Lichtsteiner – Verkaufsleiter

Themen-Übersicht

Was bisher geschah

Swissness Gesetz wurde angenommen

Am 21. Juni 2013 hat das Parlament die Swissness-Vorlage angenommen.
Bezüglich Verwendung der Marke "Schweiz" wird also unumstösslich ein neues Gesetz in Kraft treten.

Diesen Sommer hat der Bundesrat das Vernehmlassungsverfahren zu den Verordnungs-ausführungen "Swissness" eröffnet; der Prozess läuft bis ca. Mitte 2015. Dabeit handelt es sich um die allgemeinen Ausführungsbestimmungen für Industrieprodukte.
Das Verordnungsrecht soll die beschlossene Verbesserung des Schutzes der Bezeichnung „Schweiz“ und des Schweizerkreuzes mit präzisierenden Regeln weiter konkretisieren und zu mehr Klarheit und Rechtssicherheit führen (vergl. Medienmitteilung vom 20.06.2014).

» Verordnungsentwurf
» Erläuterungen zur Markenschutzverordnung
» Chronologischer Verlauf zur Vorlage

Blick in die Zukunft

Meilensteine für Uhrenhersteller 2017 / 2019

Voraussichtlich gilt das neue Gesetz ab 1. Januar 2017. Ab diesem Zeitpunkt müssen sämtliche Schweizer Uhren gemäss neuer Branchenverordnung hergestellt werden. Die Bezeichnung Swiss Made bezieht sich nicht mehr auf das Uhrwerk sondern die komplette Uhr (evtl. ohne Band). Zudem müssen die Herstellkosten zu mindestens 60% in der Schweiz anfallen. Ebenso muss die Uhr in der Schweiz montiert werden. Weitere Anforderungen kommen hinzu.

Die zweijährige Aufbrauchfrist für Uhren, produziert nach der aktuellen Verordnung, endet am 31. Dezember 2018.
Ab dem 1. Januar 2019 dürfen ausschliesslich Uhren verkauft werden, welche der neuen Gesetzgebung entsprechen.

Die IG Swiss Made ist bestrebt, beim Bundesrat eine Verzögerung der Termine 2017/2019 zu erwirken. Wir betonen jedoch, dass die Erfolgschancen als gering eingestuft werden.

Haben Sie notwendige Massnahmen beim Beschaffen der Komponenten schon in die Wege geleitet? – Bitte bedenken Sie, dass das neue Gesetz auf jeden Fall wirksam wird.

Allgemeine Ausführungsbestimmungen Industrie

Zusätzliche Branchenverordnung für Uhren

Die Kategorie der industriellen Produkte umfasst alle Waren, die weder Naturprodukte noch Lebensmittel sind. Uhren gehören ebenfalls dazu. – Um für diese Produkte eine Schweizer Herkunftsangabe verwenden zu dürfen, müssen zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sein:

-  mindestens 60% der Herstellkosten müssen in der Schweiz anfallen
-  die Tätigkeit, die dem Produkt seine wesentlichen Eigenschaften verliehen hat,
   muss in der Schweiz vorgenommen werden (z.B. Montage einer Maschine)

Nachdem die allgemeinen Ausführungsbestimmungen für Industrieprodukte schon feststehen gilt es – unter Berücksichtigung der staatsvertraglichen Verpflichtungen der Schweiz gegenüber der EU – zusätzlich eine Branchenverordnung für die Uhrenindustrie auszuarbeiten. Hierbei werden die FH sowie die IG Swiss Made die Herstellung von Uhren exakt definieren.

» Häufigste Fragen zur Vorlage

Marke "Schweiz"

Bedeutung der Schweizer Uhr

In der Schweiz erzeugte Produkte stehen für Präzision, Zuverlässigkeit und höchste Qualität. Das „Swiss Made“ Label geniesst rund um den Globus einen exzellenten Ruf.
Dabei wird kein Produkt so stark mit der Schweiz assoziiert wie Schweizer Uhren. "Swiss Made" ist in der Uhrenbranche also ein zentrales Verkaufsargument. Schätzungen der Universität St. Gallen zufolge sind Konsumenten denn auch bereit, je nach Segment bis zu 20% mehr für einen Zeitmesser aus der Schweiz auszugeben.